Verbundprojekt SHELTER

Begleitete und unbegleitete geflüchtete Minderjährige - Rahmenbedingungen und Schutz in Organisationen, Verständnis für Traumafolgen und psychische Belastungen

Prof Fegert web Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich Willkommen auf unserer Webseite. Es freut mich, dass Sie sich für unser Projekt interessieren. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm wird im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojektes im Zeitraum 2016-2019 drei Online-Kurse zu Themen, die im Kontext der Betreuung von geflüchteten Minderjährigen wichtig sind, erstellen und evaluieren. Zielgruppen der Online-Kurse sind sowohl Fachkräfte als auch Ehrenamtliche, die mit geflüchteten Minderjährigen arbeiten.

Verbundpartner sind Prof. Frank Neuner (Universität Bielefeld), Prof. Mechthild Wolff (Hochschule Landshut), Prof. Wolfgang Schröer (Universität Hildesheim), Prof. Michael Kölch (Medizinische Hochschule Brandenburg) und Prof. Paul L. Plener (Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm).

Prof. Dr. Jörg M. Fegert
Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/­Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

Über das Projekt

Seit dem Jahr 2015 hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, vor allem aufgrund des fortdauernden Bürgerkrieges in Syrien sprunghaft erhöht. Unter diesen Flüchtlingen befindet sich auch ein großer Anteil an Kindern und Jugendlichen. Viele von ihnen haben traumatische Erfahrungen aufgrund der bewaffneten Konflikte in ihrer Heimat und auch auf der Flucht gemacht. Junge Flüchtlinge weisen allgemein eine erhöhte Anfälligkeit für psychische Störungen auf. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge stellen hierbei nochmal eine besonders vulnerable Gruppe dar, da ihnen wichtige Schutzfaktoren wie beispielsweise ein familiäres Umfeld, das Schutz und Unterstützung bietet, fehlen.

Unsere Erfahrungen aus früheren Projekten zeigen, dass Fachkräfte, die mit jungen Flüchtlingen arbeiten, einen hohen Bedarf an Fortbildungsangeboten haben. In der Flüchtlingsarbeit engagieren sich auch viele Personen ehrenamtlich. Auch hier fehlt es momentan noch an umfassenden Fortbildungsangeboten. In diesem Projekt werden zu den aus unserer Sicht im Kontext der Versorgung von jungen Flüchtlingen wichtigsten Themen Online-Kurse erstellt.

Aufbau und Umfang der geplanten Online-Kurse

Die Online-Kurse sollen einen Umfang von ca. 20x45 Minuten haben. Die Vermittlung des Wissens erfolgt über Grundlagen- und wo inhaltlich notwendig Rechtskapitel, die durch praktische Fallbeispiele (visualisiert mittels Videos und Texten) ergänzt werden. Die Video-Fallbeispiele werden dabei mit (Laien-) Schauspielerinnen und Schauspielern produziert, um eine möglichst hohe Standardisierung und eine Sicherstellung des Transfers der Lerninhalte zu erreichen. Alle textbasierten Materialien sowie Praxismaterialien wie z.B. Screening-Instrumente oder Materialien für die Arbeit mit traumatisierten Kindern (Emotionstagebücher, etc.), werden zum Download vorgehalten.

Die Zertifizierung der Kurse bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg wird angestrebt. Die Kursteilnahme ist während der Projektentwicklungsphase kostenlos.

Online-Kurse

Traumafolgen und psychische Belastungen im Kontext von Flucht und Asyl – Basisinformationen für Helfende und Unterstützende

Umgang mit selbst- oder fremdgefährdendem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen

Schutzkonzepte für Organisationen, die Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen betreuen

Entwicklung

Verbundpartner